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Bericht des Stiftungsratspräsidenten

Die Stiftung im Jahre 2011

Dynamik, aber angespannte Finanzlage

2011 war wiederum bewegt: Einerseits eine Rekordzahl an Finanzierungsanträgen aus der ganzen Welt, andererseits ein im Verhältnis zu den Förderzielen zu bescheidener Mittelzufluss. Weiterer Vermögensabbau ist die Folge. Immerhin erweitert die neu angebahnte Finanzierungspartnerschaft mit der Schweizer Paraplegiker-Stiftung den Spielraum wieder etwas. Dies ist eine Frucht unserer zwanzigjährigen Arbeit, die wir im Juni 2012 feierten.

Unsere Stiftung hat massgeblich dazu beigetragen, dass Zürich über ein international angesehenes Exzellenzzentrum in der Paraplegieforschung verfügt, das 2012 wiederum eine ausserordentliche Ehrung entgegen nehmen kann: Der IRP/IFP Schellenberg Prize geht an zwei prominente Vertreter des Parapglegikerzentrums Balgrist (s. Bericht Seiten 2 und 3).

Wir stossen an Grenzen

Trotz erfreulichen Meldungen zum Forschungsstandort Zürich werden das Ausmass und die Grenzen unserer Engagements zunehmend durch den laufenden Spendenzufluss bestimmt, aber auch eingeschränkt. Die Reserven der Stiftung nehmen kontinuierlich ab. Umso mehr danken wir allen herzlich, die uns in unseren Anstrengungen unterstützen.

Dies ist wesentlich, denn das jährliche Treffen der Forschungsräte im Januar 2011 wurde zur Marathonsitzung: Es lagen 47 Gesuche zur Finanzierung von Forschungsprojekten und 7 Anträge zur Übernahme von Post-doc-Fellowships vor. Schliesslich wurden unter Berücksichtigung des Budgetrahmens neun Forschungsprojekte und ein Post-doc-Fellowship zur Finanzierung vorgeschlagen.

Die Stiftung feierte ihren Geburtstag

In mehreren Sitzungen und Zirkularbeschlüssen wurden die Geschäfte im Stiftungsrat erledigt. Das Hauptaugenmerk lag auf der Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen der Stiftung: Sie fand am 14. Juni 2012 statt. Am selben Tag wurde, erstmals in Zürich, der IRP/IFP Schellenberg Prize an Prof. Frank Bradke, Deutschland, und Prof. Mike Fainzilber, Israel, vergeben. Das Jubiläum und die Preisverleihung wurden in feierlichem Rahmen mit rund 70 Gästen im Hotel Savoy, Zürich durchgeführt.

Neue Gesichter im Stiftungsrat

Im Stiftungsrat gab es zwei Wechsel: Prof. Claude Bron, Lausanne, trat zurück. Er war als Vertreter unserer Schwesterstiftung IRP Genf bei uns. Dr. Daniel Joggi, der auch Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung ist, folgte ihm. Um unsere Verbundenheit mit dem Finanzplatz Zürich wieder zu verbessern, haben wir überdies Dr. Heinrich Baumann, Zollikon, in den Stiftungsrat gewählt. Wir danken den beiden neuen Mitgliedern schon heute für ihr Engagement.

Zusammenarbeit mit der Paraplegiker-Stiftung

Zur Schweizer Paraplegiker-Stiftung bestehen seit jeher institutionelle und persönliche Verbindungen. Dank der alten Verbundenheit fand im September in Nottwil bei der Schweizer Paraplegiker-Stiftung ein Treffen zusammen mit Vertretern der IRP Genf statt, um grundsätzlich über eine gemeinsame Finanzierung der Forschungsprojekte zu diskutieren.

Dank an alle Mitwirkenden

Die Vorbereitung der Jubiläumsfeier, aber auch die administrative Bewältigung der zahlreichen Gesuche führte phasenweise zu erheblicher Mehrarbeit. Béatrice Brunner, unsere Geschäftsführerin seit April 2008, hat diese Aufgaben aber mit Bravour und professionell bestritten. Der Stiftungsrat dankt ihr für ihren Einsatz. Dank verdienen auch die vielen anderen Mitwirkenden, welche die Stiftung direkt und indirekt unterstützen und ihr weiteres Bestehen trotz abnehmendem Finanzpolster sichern helfen.

Prof. Dr. Ernst Buschor,

Präsident des Stiftungsrates