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Querschnittlähmung – Problemstellung und wissenschaftliche Ansätze für eine Therapie

Verletzungen des Rückens passieren beim Sport, bei Verkehrsunfällen, beim Sturz von der Leiter oder vom Pferd. Bekannte, junge Persönlichkeiten wie der ehemalige Superman-Darsteller Christopher Reeve oder der Skirennfahrer Silvio Beltrametti sind betroffen, aber auch Kinder oder ältere Menschen können damit konfrontiert werden: Eine Schädigung des Rückenmarks führt zu einer teilweisen oder vollständigen Lähmung, sowie zu einem Verlust von Empfindungen im Körperteil unterhalb der Verletzung; der Verunfallte fühlt sich wie entzweigeschnitten.

In der Schweiz werden jährlich etwa 200 neue Fälle von Rückenmark verletzten Menschen gemeldet. Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Verletzung ist 35–40 Jahre, wobei 16- bis 30-Jährige am häufigsten betroffen sind; diese Menschen stehen mitten im Leben und müssen mit ihrer plötzlich stark veränderten Lebenssituation zurechtkommen. Dies ist vor allem deshalb schlimm für die Betroffenen, da die Lähmung oft lebenslang bestehen bleibt, und es zurzeit neben der physiotherapeutischen Rehabilitation keine wirkungsvolle Therapie für Querschnittgelähmte gibt. Die Ursachen einer Rückenmarkverletzung sind verschiedener Natur, wobei Sport- und Verkehrsunfälle am häufigsten sind, gefolgt von Ereignissen bei der Arbeit und im Haushalt (Abb. 1). Weitaus seltener führen Tumore oder z. B. Infektionen zu einer Verletzung des Rückenmarks.

Abb. 1: Demographische Daten der Schweiz. In der Schweiz gibt es jährlich ca. 200 neue Fälle von Querschnittlähmungen; Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen. Die häufigsten Ursachen einer Rückenmarkverletzung sind Sport- und Verkehrsunfälle.